Erneuerbare Materialien

Ein Laborantin experimentiert mit verschiedenen Flüssigkeiten vor einem Luftabzug im Labor.

© Hase/StMELF

Mit der Entwicklung von erneuerbaren Materialien aus Nachwachsenden Rohstoffen können fossile Rohstoffe gespart und Schritt für Schritt ersetzt werden. Hierdurch wird ein bedeutender Beitrag zum Klima- und Umweltschutz geleistet. Vor allem die Reduktion von CO2-Emissionen, die Schonung endlicher Ressourcen und der Schutz natürlicher Lebensräume stehen im Vordergrund.

Die Forschung im Bereich Gewinnung und Nutzung erneuerbarer Materialien besitzt gerade in Zeiten der Energie- und Ressourcenwende eine große Bedeutung. Hauptansprüche an alternative Materialien sind neben der Funktionalität und Qualität vor allem die Wettbewerbsfähigkeit zu herkömmlichen Produkten. Nicht selten gelingt es auch durch die Verwendung biobasierter Werkstoffe gleichwertige oder gar bessere produktspezifische Eigenschaften zu erzielen.

Darüber hinaus ist es wichtig, dass die Rohstoffe und Produkte nachhaltig erzeugt und auch wieder entsorgt werden können. Verbleiben Produkte nach ihrem Gebrauch in der Umwelt, ist die Abbaubarkeit der Materialien entscheidend, um eine Anreicherung in der Umwelt zu verhindern. Die Entwicklung erneuerbarer Materialien aus Nachwachsenden Rohstoffen ermöglicht es, bereits von Beginn an das Lebenszyklusende mit zu berücksichtigen und eine gute und umweltschonende Abbaubarkeit in einem überschaubaren Zeitraum vorzusehen.

Aufgabenschwerpunkte

  • Entwicklung und Optimierung neuer Materialien auf Basis Nachwachsender Rohstoffe
  • Untersuchung von Materialien und Produkten unter Labor-, Technikums- und Feldbedingungen
  • Analyse der Eigenschaften
  • Entwicklung und Optimierung anwendungsorientierter Geräte und Applikationsverfahren
  • Untersuchung der biologischen Abbaubarkeit
  • Bewertung der Versuchsergebnisse
  • Wissenstransfer

Aktuelle Projekte

Forschungs- und Innovationsprojekt ABOW
Verfahren zum Beikrautmanagement auf Basis Nachwachsender Rohstoffe

Ein Techniker bringt im Vorversuch das Material aus

Der Einsatz von Herbiziden, vor allem Glyphosat ist stark in die Kritik geraten. Für Weinbau- und Obstbaubetriebe kann die Anwendung natürlicher Wirkstoffe, wie spezielle pflanzliche Säuren und Öle oder das Abdecken des Bodens mit Mulchmaterial eine mögliche umweltfreundliche Alternative sein. Im Projekt soll die am TFZ entwickelte Silageabdeckung auf Basis Nachwachsender Rohstoffe zum Zweck der Beikrautunterdrückung angepasst werden. Erste Vorversuche mit diesem aufspritzbaren Material in Weinbausteillagen zeigen sich sehr vielversprechend.  Mehr

Forschungs- und Innovationsprojekt SiloPrax
Entwicklung einer alternativen Siloabdeckung

Mitarbeiter spritzt flüssige Silageabdeckung auf Testsilo auf

Zunächst wurde im Labormaßstab die Rezeptur einer aufspritzbaren Silageabdeckung aus Nachwachsenden Rohstoffen entwickelt. Ziel weiterer Forschungsprojekte war es, die favorisierten Rezepturen in Freilandversuchen unter praxisnahen Bedingungen zu testen und zu optimieren. Dabei wurde der Einfluss auf den Silierprozess und die Silagelagerung untersucht sowie auch eine geeignete Applikationstechnik entwickelt.  Mehr

Abgeschlossene Projekte