Mehr sehen, präzise handeln – TFZ veröffentlicht Leitfaden zu Drohnenbefliegungen

Mit speziellen Kameradrohnen und entsprechender Software können Beikräuter auf dem Acker für eine gezielte Beseitigung erfasst werden. So können Teilflächen behandelt und dadurch chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel eingespart werden. Das verbessert die Effizienz in der Landwirtschaft und reduziert Kosten. Das Technologie- und Förderzentrum (TFZ) hat jetzt einen Leitfaden veröffentlicht, der interessierten Landwirten den Einstieg in den drohnengestützten Pflanzenschutz erleichtern soll.

Wie sieht das Prozedere in der Praxis aus? Im ersten Schritt nehmen die Flächenbewirtschafter selbst die notwendigen Fotos mit der Drohne auf. Externe Anbieter erstellen daraus anschließend sogenannte Applikationskarten, also Standortinformationen, die in automatisierten Geräten wie Hackrobotern oder Spritzen genutzt werden, um die Beikräuter zu entfernen. Der Leitfaden gibt Auskunft zum gesamten Prozess und führt mit Technikauswahl, Software, rechtlichen Vorgaben sowie Checklisten in das Thema ein. Begriffserklärungen und Tipps zur Durchführung helfen bei der praktischen Umsetzung.

In das Heft flossen die Forschungsergebnisse aus den Projekten EWIS und EWIS2 ein, die vom Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus gefördert wurden. Der Leitfaden kann als Druckversion gegen eine geringe Schutzgebühr bestellt oder kostenfrei auf der Website des TFZ heruntergeladen werden (www.tfz.bayern.de).

Ein Mann steuert mit der Fernbediehung in der Hand eine Drohne über einen Acker