TFZ besteht Umwelt-Erstvalidierung erfolgreich
Straubing, 06.02.2026. Für eine Einrichtung, die zu nachhaltiger Energiegewinnung forscht, ist Nachhaltigkeit auch Selbstverpflichtung. Deshalb unterzieht sich das Technologie- und Förderzentrum (TFZ) einem besonders anspruchsvollen Prozess: Einer Zertifizierung nach EMAS, einem von der EU entwickelten System für Umweltmanagement und -Betriebsprüfung. Die erste Hürde – die Erstvalidierung – hat das TFZ nach zweijähriger Vorbereitungszeit jetzt erfolgreich bestanden.
Autofahren, Stromverbrauch oder der Umgang mit Chemikalien – viele Prozesse in Unternehmen wirken sich auf die Umwelt aus. Für eine Zertifizierung nach EMAS-Kriterien müssen diese systematisch erfasst und dann stetig verbessert werden. Den Startpunkt setzt die sogenannte Erstvalidierung. Dabei prüft ein externer Gutachter, ob alle Daten korrekt und vollständig erhoben wurden und ob der Umweltschutz gut in der Praxis umgesetzt wird. Nach einer zweitägigen intensiven Prüfung am Standort in Straubing bescheinigte der Gutachter dem TFZ ein erfolgreiches Audit.
Bei Christina Renner, der Umweltbeauftragten des TFZ, ist die Freude deshalb groß: „Für uns war es zwar eine Mammutaufgabe, die vielfältigen Tätigkeiten von der Forschungsarbeit des TFZ bis hin zum Bildungsauftrag über das NAWAREUM auf ihre Umweltwirkungen zu überprüfen. Gleichzeitig wuchs aber auch unsere Motivation, nicht vor der Datenmenge einzuknicken!“ Unterstützung bekam Renner von Projektmitarbeiterin Veronika Röck, sowie einem eigens gebildeten Umweltteam am TFZ, das sich aus unterschiedlichen Arbeitsbereichen zusammensetzte. Interne Schulungen und Informationsveranstaltungen sorgten zudem für Transparenz bei den Mitarbeitern.
Trotz der Erleichterung über die erfolgreiche Auszeichnung ist an Stillstand nicht zu denken. „Das Besondere an EMAS ist ja, sich immer weiter zu verbessern“, sagt Veronika Röck. Bei den Kernindikatoren wie Energie, Wasser, Abfall, Materialeffizienz und Biodiversität gelte es nun, konkrete Verbesserungen zu erzielen.
Die zentrale Bedeutung der EMAS-Zertifizierung erläutert Dr. Bernhard Widmann, Leiter des TFZ. „Als staatliche Forschungseinrichtung, die in vielfältiger Weise klimaschonende und nachhaltige Verfahren erforscht und entwickelt und aus der das NAWAREUM hervorgegangen ist, muss Nachhaltigkeit auch in unserem eigenen Handeln nachweislich gelebt werden. Mit EMAS stellen wir sicher, dass wir unseren eigenen Ansprüchen gerecht werden.“
Weitere Informationen über den kontinuierlichen Verbesserungsprozess stellt das TFZ unter www.tfz.bayern.de zur Verfügung.

Halten stolz die Urkunde der EMAS-Erstvalidierung in ihren Händen (v.l.n.r.): Veronika Röck, Projektmitarbeiterin, Dr. Bernhard Widmann, Leiter TFZ und Christina Renner, Umweltbeauftragte des TFZ.

