Förderung von Biogasaufbereitungsanlagen und Biogas- bzw. Biomethanleitungen (Förderprogramm BioMeth Bayern)

Biogasanlage, Technikhaus, eine Teerstraße im Vordergrund

(Bild: Wolfgang Seemann / LfL)

Die neue Förderrichtlinie BioMeth Bayern vom 18.01.2024 ist nunmehr veröffentlicht. Förderanträge können voraussichtlich ab Ende März 2024 beim TFZ eingereicht werden.

Mit dem neuen Förderprogramm BioMeth Bayern wird die Errichtung von neuen, umweltfreundlichen Biogasaufbereitungsanlagen und auch von Biogas- bzw. Biomethanleitungen gefördert. Mit diesen Anlagen kann Biomethan für die Verwendung als Kraftstoff, für die Einspeisung in das Erdgasnetz oder auch für die Nutzung zur Wärmeerzeugung bereitgestellt werden.

Antragsberechtigt sind:

  • Natürliche Personen
  • Juristische Personen des Privatrechts
  • Personengesellschaften
  • Kirchliche Einrichtungen und juristische Personen des öffentlichen Rechts der mittelbaren Landes- und Bundesverwaltung mit eigener Rechtsträgerschaft (insbesondere kommunale Gebietskörperschaften, Anstalten, Stiftungen, Kammern)

Nicht antragsberechtigt sind:

  • Hersteller von Anlagen oder Anlagenkomponenten für Biogas- und Biogasaufbereitungsanlagen bzw. Biogas- oder Biomethanleitungen
  • Unternehmen in Schwierigkeiten und Beihilfeempfänger, die in der Vergangenheit einer Rückforderungsanordnung nicht Folge geleistet haben bzw. über deren Vermögen ein Insolvenzverfahren beantragt oder eröffnet worden ist
  • Einrichtungen Bayerns und des Bundes

Fördergegenstand

Die neue Richtlinie BioMeth Bayern ist in zwei Förderbereiche gegliedert. Es können zum einen Biogasaufbereitungsanlagen und zum anderen Biogas- bzw. Biomethanleitungen gefördert werden.


1. Neuinvestition in eine umweltfreundliche Biogasaufbereitungsanlage

  • Gefördert werden neue, umweltfreundliche Biogasaufbereitungsanlagen mit einer Rohgasaufbereitungskapazität ab 350 Nm³/h.
  • Gefördert werden neue, umweltfreundliche Biogasaufbereitungsanlagen mit einer Rohgasaufbereitungskapazität ab 700 Nm³/h.
  • Gefördert wird die Umrüstung bestehender Biogasanlagen zu neuen Biogasaufbereitungsanlagen.

Die Fördervoraussetzungen und die Förderkonditionen entnehmen Sie bitte dem Merkblatt bzw. der Richtlinie.

Merkblätter und Antragsunterlagen - Biogasaufbereitungsanlagen


2. Neuinvestition in Biogas- und Biomethanleitungen
Gefördert werden Investitionen in Biogas- und Biomethanleitungen mit einer Länge von mindestens 300 m Luftlinie einschließlich der Übergabestationen, sofern das transportierte Biogas bzw. Biomethan

  • einer Nutzung zur Aufbereitung in Erdgasqualität
  • einer Kraft-Wärme-Kopplungs-Nutzung (KWK-Nutzung)
  • einer Prozesswärme oder
  • einer Nutzung als Kraftstoff zugeführt wird.

Die Fördervoraussetzungen und die Förderkonditionen entnehmen Sie bitte dem Merkblatt bzw. der Richtlinie.

Merkblätter und Antragsunterlagen - Biogas- und Biomethanleitungen

Hinweise zur Antragstellung

  • Die Antragstellung wird voraussichtlich ab Ende März 2024 beim TFZ möglich sein.
  • Vor Antragstellung ist eine Projektbesprechung am TFZ erforderlich
  • Mit dem Vorhaben darf vor Bewilligung nicht begonnen werden. Als Vorhabenbeginn gilt bereits die Abgabe einer verbindlichen Willenserklärung zum Abschluss eines der Ausführung zuzurechnenden Lieferungs- oder Leistungsvertrages (z. B. Bestellung, Kaufvertrag)
  • Planungsleistungen bis einschließlich Leistungsphase 7 HOAI (Honorarordnung für Architekten und Ingenieure) dürfen vor Antragstellung erbracht werden
  • Die Förderung der Biogasaufbereitungsanlage erfolgt auf Basis der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung (EU) Nr. 651/2014 (AGVO).
  • Die Förderung der Biogas- und Biomethanleitung als De-minimis-Beihilfe, Verordnung (EU) Nr. 2023/2831.