Elektrischer Strom
Fahrzeuge, die direkt mit elektrischem Strom aus einem Batteriespeicher betrieben werden, werden als BEV (battery electric vehicles) bezeichnet. Während bei Verbrennerfahrzeugen etwa zwei Drittel der Energie als Wärme verloren gehen, kommen wegen des hohen Gesamtwirkungsgrades der Elektromotoren und des meist technisch schlankeren Antriebsstranges mehr als 80 % der geladenen Energie auf die Straße bzw. auf den Acker. Neben der Energieeffizienz sind der geringere Wartungsaufwand, lokale Emissionsfreiheit und leise Fahrgeräusche wichtige Vorteile. Des Weiteren reduziert elektrischer Strom als Antriebsenergie die Treibhausgasemissionen erheblich gegenüber fossilem Diesel. Dies umso mehr, je höher der Anteil an erneuerbarem Strom ist.
Offroad-Anwendungen
Kompakttraktor Fendt e107 Vario
Vermehrt finden elektrische Offroad-Nutzfahrzeuge auch in kommunalen Fuhrparks sowie im Garten- und Landschaftsbau Anwendung. Die Anzahl der bestellbaren E-Fahrzeug-Modelle nimmt stetig zu.
Stromspeicher Batterie
Sektorenkopplung
Die Sektorenkopplung ist ein wesentlicher Baustein für das Gelingen der Energiewende insgesamt, aber auch für die effiziente und wirtschaftliche Nutzung von Energie zum Beispiel am landwirtschaftlichen Hof. Per Definition werden die Sektoren Strom, Wärme, Mobilität und industrielle Prozesse in energietechnischer und energiewirtschaftlicher Hinsicht verknüpft. Idealerweise geschieht dies über die Energieform elektrischer Strom.
Viele landwirtschaftliche Betriebe erzeugen selbst PV- oder Biogasstrom, der mithilfe von Energiemanagmentsystemen priorisiert für stationäre und mobile Anwendungen eingesetzt wird. Zusammen mit stationären Speichern oder zukünftig mit bidirektionalen E-Fahrzeugen, kann die Eigennutzung erhöht, Lastspitzen gekappt, Notstrom geliefert und Strom in das Netz eingespeist werden. Dadurch sinkt die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern und die Wertschöpfung verbleibt im Betrieb.

