Forschungs- und Innovationsprojekt KlimaKraftBayern
Klimaschutzpotenziale der Bayerischen Landwirtschaft durch die regionalisierte Substitution fossiler Antriebsenergien

Schema zu KlimaKraftBayern

Das Projekt KlimaKraftBayern widmet sich der Fragestellung - Welchen Einfluss haben regionale Merkmale der Landwirtschaft auf die Substitution von Dieselkraftstoff und den Klimaschutz?

Dabei bauen die Wissenschaftler auf die bisherigen Erkenntnisse auf, dass die Kraftstoffbedarfe für den Einsatz in mobilen Maschinen bayernweit deutlich variieren. Zudem fallen auch die Möglichkeiten, Diesel zu ersetzen, regional sehr unterschiedlich aus: Nicht immer sind passende Alternativen verfügbar oder nur dann, wenn sie überregionale transportiert würden. Dies macht die Gegebenheiten vor Ort zu einem bestimmenden Faktor für die Reduktion von THG-Emissionen, die im Projekt regionalspezifisch berechnet werden. Zudem werden Klimaschutzpotenziale abgeleitet und ökonomische Auswertungen erstellt.

Ziel

Im Vorhaben werden für standortspezifische Kraftstoffbedarfe und deren Substitutionsmöglichkeiten georeferenzierte THG-Bilanzen sowie ökonomische Bewertungen erstellt. Szenarien werden genutzt, um THG-Emissionen in Anlehnung an die Methodiken der Ökobilanzierung und der Richtlinie (EU) 2018/2001 regionsspezifisch zu berechnen. Ergebnisse werden in Form regionalisierter Klimaschutzeffekte ausgewertet. Abschließend werden regionalspezifische Schlussfolgerungen zur kosteneffizienten Reduktion von Treibhausgasemissionen durch die Eigenversorgung mit Kraftstoffen abgeleitet.

Methode und Arbeitsschwerpunkte

Die Methodik basiert auf Daten (z.B. zum Kraftstoffbedarf, Pflanzenölbestand, THG durch Dieselkraftstoff) und Szenarien (Umverteilung Pflanzenöl) aus dem Projekt "EigenKraftBayern". Für die THG-Bilanzierung und die ökonomische Bewertung wird eine detaillierte Bilanzierung durchgeführt, bei der die Methodik der Ökobilanzierung und die Richtlinie (EU) 2018/2001 die Grundlagen bilden. Gestehungskosten werden mithilfe von Webanwendungen wie dem KTBL-Feldarbeitsrechner und durch ergänzende Literaturwerte ermittelt. Die Bilanzierung erfolgt nach dem ''Well-to-Wheel''-Ansatz und betrachtet den gesamten Lebenszyklus. Berechnungen zu Feldemissionen erfolgen nach Vorgaben des Nationalen Inventarberichts. Regionalspezifische Stromausbeuten bzw. Potenziale werden aus "EigenKraftBayern" übernommen und durch Literaturrecherchen ergänzt und aktualisiert. Alle Informationen werden in die bestehende Datenbank ''EigenKraftBayern'' integriert und georeferenziert verwaltet.

1. Regionalisierter Kraftstoffbedarf (Diesel)

Regionalisierter Kraftstoffbedarf (Diesel) nach Pflanzenbau und Rinderhaltung

2. Regionalisierte Substitution durch Pflanzenöl (aus Raps)

Regionalisierte Substitution durch Pflanzenöl (aus Raps)

3. regionalisierte Treibhausgasemissionen

Regionalisierte Treibhausgasemissionen

Projektinformationen
Klimaschutzpotenziale der Bayerischen Landwirtschaft durch die regionalisierte Substitution fossiler Antriebsenergien
Projektleitung: Dr. Norman Siebrecht
Projektbearbeitung: Janine Mallast
Projektbeginn 01.11.2025
Projektende 31.10.2026
Geldgeber/Finanzierung: Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus
Förderkennzeichen: N/25/07 K

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