Forschungs- und Innovationsprojekt FrostSchaum
Schutz vor Spätfrostschäden im Obst- und Weinbau mit einem Schaum
Blütenknospen eines Apfelbaumes
Im Forschungsvorhaben wird untersucht, ob Schäume auf Basis Nachwachsender Rohstoffe Knospen oder Blüten von Obstbäumen und Weinreben vor Spätfrostschäden schützen können. Das zu entwickelnde Schaummaterial soll dabei an den Pflanzen haften, eine isolierende Schutzschicht bilden und anschließend vollständig und rückstandsfrei zerfallen. Im Vorhaben wird zunächst die grundsätzliche Machbarkeit des Verfahrens untersucht. Anwendbarkeit und Wirksamkeit des Frostschutzschaums im praktischen Einsatz können dann ggf. in einem Folgevorhaben überprüft werden. Mit dem Verfahren kann die Gefahr von Schäden durch Spätfröste im Obst- und Weinbau, die infolge des Klimawandels immer häufiger vorkommen, gemindert werden, ohne die Nachteile anderer Frostschutzmaßnahmen in Kauf nehmen zu müssen.
Ziel
Ziel des Forschungsvorhabens ist es, einen Schaum auf Basis Nachwachsender Rohstoffe zu entwickeln, der Knospen und Blüten von Obstbäumen und Weinreben vor Spätfrostschäden schützt. Der Schaum soll einfach und schnell ausgebracht werden können, während der Frostperiode einen effektiven Schutz bieten und sich anschließend selbstständig auflösen. Das Hauptaugenmerk der Untersuchung liegt neben der Materialentwicklung und der Wirksamkeit des Verfahrens auch auf der Kosteneffizienz und Anwenderfreundlichkeit. Die Kooperation zwischen TFZ, LWG und Industrie gewährleistet eine zielgerichtete Entwicklung des Frostschutzschaums sowie eine umfassende Untersuchung der Praxiseignung.
Arbeitsschwerpunkte
Im Vorhaben soll ein wässriger Schaum aus umweltverträglichen Tensiden und biologisch abbaubaren Rohstoffen entwickelt werden, der durch Isolation die Blüten vor Kälte schützt sowie Wärmeverluste durch Strahlung in klaren Nächten verringert. Die Funktionalität des Schaums soll hinsichtlich seiner Stabilität und Frostschutzwirkung zunächst überwiegend in Modellversuchen in Klimakammern untersucht werden. Der Einfluss des Schaums auf die Fertilität der Blüten wird an Realobjekten getestet. Das Projekt umfasst folgende Arbeiten, die zur systematischen Entwicklung und Bewertung des Schaummaterials beitragen:
- Literaturrecherche und Erstellung eines Lastenhefts
- Entwicklung unterschiedlicher Schaumarten
- Untersuchung der Frostschutzeignung
- Bewertung der Wechselwirkungen mit Kulturpflanze und Umwelt
- Entwicklung der Ausbringtechnik
- Ökonomische und ökologische Bewertung
- Berichterstellung und Wissenstransfer
Ergebnisse
Die Ergebnisse werden am Ende des Projekts hier zur Verfügung gestellt.
Projektinformationen
Projekttitel: Schutz vor Spätfrostschäden im Obst- und Weinbau mit einem Schaum auf Basis Nachwachsender Rohstoffe – FrostSchaum
Projektleitung: Dr. Edgar Remmele
Projektbearbeitung: Maximilian Maidl, Jonatha-Christoph Räß-Mücke, Dr. Michael Kirchinger
Projektlaufzeit: 01.01.2026 bis 31.12.2027
Finanzierung: Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus – Forschungsland Bayern – Hier wächst Wissen

- Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau – Institut für Erwerbs- und Freizeitgartenbau sowie Institut für Weinbau und Oenologie
- Hans Wanner GmbH



