Erzeugung gestalten – Arten erhalten
Mehr Biodiversität durch Nachwachsende Rohstoffe

Steinhummel auf Silphieblüte

Ein wichtiger Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten, das sind unsere Kulturlandschaften. Doch die als Grundlage für die Artenvielfalt dieser Kulturlandschaften existenten und verschiedenartig gestalteten Lebensräume haben sowohl in ihrer Quantität als auch Qualität stark abgenommen.

Durch die am TFZ geprüften Energie- und Rohstoffpflanzen soll die Vielfalt der Biodiversität in der Kulturlandschaft auch durch neu geschaffene bzw. offengehaltene ökologische Nischen erhöht werden.
In den bayernweiten Biodiversitätsjahren 2019 und 2020 der Landwirtschaft unterstützt das TFZ Veranstaltungen zu entsprechenden Themen und berät zur konkreten Umsetzung.
Was bedroht die Biodiversität?

Das Schaubild zeigt unterschiedlich große und verschiedenfarbige Schlagwörter welche die Biodiversität bedrohen

Warum ist der Erhalt der Biodiversität so wichtig?
Die biologische Vielfalt sichert das Funktionieren der Ökosysteme trotz Umweltveränderungen ab. In Zeiten des Klimawandels und stetig steigendem Ressourcenverbrauch sind resiliente und damit stabile Ökosysteme von zunehmender Relevanz.

Biodiversitätserhalt – Was alternative Energie- und Rohstoffpflanzen leisten können:

Alleskönner Dauerkulturen
Das Foto zeigt eine Hummel die auf einer gelben Silphieblüte sitzt
Mehrjährige Kulturpflanzen oder auch Dauerkulturen auf Ackerflächen mit dem Ziel der energetischen Nutzung sind erst vor einigen Jahren stärker ins Blickfeld gerückt. Dabei sind es Dauerkulturen wie z.B. Durchwachsene Silphie, Sida, Riesenweizengras, Switchgras oder Miscanthus, welche auf unterschiedliche Art und Weise in der Lage sind, einen positiven Beitrag zur Biodiversität zu leisten.
Bunte Leguminosen-Getreide-Gemenge
Wickroggen ist eine Pflanzenmischung aus Roggen und lila blühenden Wicken
Der Mischfruchtanbau von Getreiden mit Leguminosen hat im ökologischen Landbau eine lange Tradition. Mit dem Anbau von Leguminosen-Getreide-Gemengen als Biogassubstrat, als Ergänzung zum Silomais, können Ertragssicherheit und eine nachhaltige Landbewirtschaftung erreicht werden.
Gemenge mit Leguminosen, wie z. B. Wicke oder Erbse bereichern die Fruchtfolgen und fördern vor allem Insekten wie Hummeln und Bienen durch ein hohes Blütenangebot.
Flexibel einsetzbar: Buchweizen
Blütenstände mit Honigbiene
Das Knöterichgewächs Buchweizen ist anspruchslos in Bezug auf Nährstoffe, relativ trockentolerant und bietet vielfältige ökologische Vorteile.
Buchweizen kann auf Grund seiner pflanzlichen Eigenschaften und seines schnellen Wachstums sehr flexibel und vielseitig eingesetzt werden. Blühende Buchweizenfelder sind dabei ein wertvolles Landschaftselement und bieten, wenn der Buchweizen im Sommer gesät wird, als Bienenweide ein lang andauerndes Angebot an Pollen und Nektar für blütenbesuchende Insekten bis in den September hinein.
Vielfältige Fruchtfolgen
Das Foto zeigt eine Versuchsfläche mit unterschiedlichen landwirtschaftlichen Kulturen wie z.B. Getreide, Quinoa und Sorghum
Als Fruchtfolge wird der bewusste Wechsel im Anbau verschiedener Kulturen und Feldfrüchte auf einer Ackerfläche bezeichnet.
Durch eine abwechslungsreiche Gestaltung der Fruchtfolge kann der Pflanzenschutzmitteleinsatz reduziert, Risiken der Boden- und Gewässerschädigung minimiert, sowie einer Verarmung der Biodiversität in der Kulturlandschaft entgegen gewirkt werden.
Vielfältige Fruchtfolgen sind somit eine bedeutende Voraussetzung für den nachhaltigen und langfristig erfolgreichen Ackerbau.

Veranstaltungen

Rückblick
Tagung: "Da blüht uns was – Mehr Biodiversität durch Nachwachsende Rohstoffe"

Straubing, 29.03.2019. "Da blüht uns was – Mehr Biodiversität durch Nachwachsende Rohstoffe" so lautete der Titel der Tagung, zu dem das Technologie- und Förderzentrum (TFZ) am Donnerstag ins Herzogsschloss nach Straubing geladen hatte. Ziel der Veranstaltung war es, der Landwirtschaft und Beratung Kulturpflanzen vorzustellen, die neben ihrer energetischen und stofflichen Verwertungsmöglichkeit auch zur Vielfalt auf dem Acker beitragen.  Mehr

Impressionen der Tagung

Ab sofort steht Ihnen die freigegebenen Vorträge und der Abschlussbericht „Energiewende und Waldbiodiversität“ von Prof. Dr. Ewald in Form von PDF-Downloads zur Verfügung:

Biodiversität Footer Final

Biodiversitätskampagne StMELF

  • Biodiversität - Postkarte des StMELF

Termine 2019

  • Bayernweite Feldveranstaltungen auf Informations- und Demonstrationszentren Energiepflanzenanbau:

  • 28.06.

    Versuchsstation Neuhof

  • 07.07.

    LWG Veithöchheim

  • 09.07.

    LfL-Zweigstelle Ruhstorf

  • 11.07.

    Versuchsstation Grub

  • 28.08.

    TFZ-Feldtag in Straubing