NAWAREUM - Unser Jahresbericht von 2019

Nachdem wir das „Schaufenster NAWAREUM“, einen Veranstaltungsraum in der Straubinger Innenstadt, im Frühjahr 2019 aufgelöst hatten, konnten wir uns anschließend voll auf die Begleitung des Neubaus in der Schulgasse, die Weiterentwicklung der Dauerausstellung und die Neuentwicklung unserer Vermittlungsangebote fokussieren.

Obwohl die bisher erarbeiteten Pläne und Visualisierungen einen ersten Eindruck vom zukünftigen NAWAREUM vermitteln konnten, lagen die Umsetzung und der Weg bis zum fertigen Haus noch in der Ferne.

Dabei standen wir aber immer im Austausch mit unseren Experten. Das Technologie und Förderzentrum (TFZ), als Träger des NAWAREUM, das Szenographiebüro Holzer Kobler Architekturen, das Staatliche Bauamt Passau oder die Mitarbeitenden der beiden zuständigen Ministerien (StMELF und StMWi) sowie viele weitere Beteiligte halfen dabei, das NAWAREUM entstehen zu lassen.

Da wir die Zukunft nicht auf dem Reißbrett planen und umsetzen können, haben wir versucht, uns ihr zu nähern. Wir haben Sachen ausprobiert, getestet und wieder verworfen, so lange bis das Ergebnis überzeugt hat.
Unsere Erfahrung sowie das Staunen und die Freude über das neu Entdeckte können Sie nun in unserem Jahresrückblick lesen. Genießen Sie den kleinen Vorgeschmack darauf, was wir auch den zukünftigen Besuchern des NAWAREUM ermöglichen wollen.

Gliederung

  • Unser modernes Baumhaus.
  • Ist jede*r auf dem aktuellen Stand?
  • Die Brücke zur Wissenschaft.
  • Nur wer Neues ausprobiert, scheitert spielend!
  • Unterstützung, wo sie gebraucht wird.
  • Arbeit im Hintergrund ohne die nichts läuft.
  • Ausprobieren, ausprobieren, ausprobieren...
  • Das NAWAREUM an Mann und Frau bringen.

Acht mal zehn gezeichneite Baumstämme

Unser modernes Baumhaus

"Als Koordinatorin des Bauwesens am NAWAREUM springe ich quasi zwischen Baustelle und Büro hin und her. Denn auf der einen Seite muss ich natürlich den Baufortschritt unseres Hauses begleiten und dokumentieren. Auf der anderen Seite bin ich als Schnittstelle zwischen NAWAREUM und allen anderen Projektbeteiligten – z.B. dem Bauamt oder den Architekten - aber auch bei allen wichtigen Besprechungen vor Ort dabei. Ich versuche meine Ideen und die Wünsche meines Teams bestmöglich einzubringen, damit wir am Ende in ein modernes und funktionales Gebäude einziehen können."

- Mirjam Mandl-Rödler, Bauwesen
Das Gebäude des NAWAREUM ist ein fester Bestandteil unserer Ausstellung, es ist quasi unser größtes Exponat. Wie bei einem Objekt innerhalb der Dauerausstellung gibt es auch hier so manches zu entdecken und zu bestaunen. Von der modernen Passivhaus-Technik, über die anspruchsvolle Holzbauweise, bis hin zu innovativen Bauteile wie die Holz-Akustikdecke. Was den Besucher*innen als erstes ins Auge fällt, ist aber die einzigartige Gestaltung der Fassade. 79 Baustämme aus den Bayerischen Staatsforsten stützen ein Vordach, dahinter eine Glasfassade.
Ein Großteil des Bauprozesses findet im Inneren des NAWAREUM statt und ist deshalb für Außenstehende leider unsichtbar. Um so größer war da die Freude, als unsere Fassade um die Baumstämme von Lärchen und Douglasien aus bayerischen Wäldern ergänzt wurde. Ein für alle sichtbares Zeichen, das nach außen trägt, um was es uns beim Bau geht: Wir wollen ein modernes Gebäude schaffen, das Naturverbundenheit und aktuelle Technik vereint. Natürlich läuft dabei auf einer Baustelle nicht immer alles nach Plan und es kommt hin und wieder zu Verzögerungen: Mal machte uns die Witterung einen Strich durch die Rechnung, mal ‚verschönerten‘ Bauarbeiter schon fertige Sichtbetonwände mit Graffitis. Auch wenn man da manchmal nur den Kopf schütteln möchte, heißt es flexibel bleiben und schnelle Lösungen entwickeln. Unserem Bauwesen wird deshalb bis zur Fertigstellung des Gebäudes sicherlich nicht langweilig!

100 Mal 10 gezeichnete Personen.

Ist jede*r auf dem aktuellen Stand?

"Den Überblick behalten – das wohl ist mit das Wichtigste bei der Konzeption einer Dauerausstellung. Es sind einfach so viele Personen beteiligt, alle mit unterschiedlichen Ideen, Meinungen und Perspektiven. Deshalb sind wir in der Ausstellungskonzeption, wie ein Schwamm, der alle Informationen und Ideen des Teams aufsaugt.
Aber damit ist es nicht getan. Wir bringen auch eigene Ideen ein, schärfen nach und entwickeln eine Struktur, damit jede*r weiß, wo welche Information, welche Idee und welcher Entwurf zu finden ist."

– Susanne Pledl, Corinna Hammer, Ausstellungskonzeption
Dass ein Museum meist eine Ausstellung beherbergt, leuchtet ein. Doch welche Arbeit im Vorfeld hinter einer solchen Dauerausstellung steckt, ist den Besucher*innen oftmals nicht bewusst.
Die Ausstellungskonzeption am NAWAREUM war 2019 von konzeptioneller, inhaltlicher Arbeit und Organisation geprägt. Als Schnittstelle zu den Fachexperten und zur Projektleitung galt es zum einen die Inhalte der Dauerausstellung zu entwickeln. Also zu definieren, welches Phänomen an welchem Ort im NAWAREUM mit welcher Art von Objekt (z.B. mit einer Medienstation oder einem Kunstwerk) erklärt werden sollte. Viele Fragen, die viel Abstimmungsarbeit vom ganzen Team forderten. Daneben galt es auf organisatorischer Ebene zwischen Grundriss-Plänen, Objektlisten, Deadlines und der Koordination von Künstler*innen und Szenograf*innen den Überblick zu behalten: Ist jede*r auf dem aktuellen Stand? Haben alle verstanden warum es geht? Das sind nur zwei von vielen Fragen, die im Prozess laufend überprüft wurden.
Denn nur, wenn auf allen Ebenen immer mit Blick auf die Bedürfnisse der Besucher*innen gearbeitet wird, entsteht am Ende eine verständliche und spannende Ausstellung mit rotem Faden. Wir sind dabei auf einem guten Weg: Nach Abschluss der Entwurfsplanung im vergangenen Jahr, gilt es die Planung nun umzusetzen und eine einzigartige Dauerausstellung entstehen zu lassen. Dabei heißt auch weiterhin: Immer den Überblick behalten, damit keine gute Idee verloren geht!

Zwanzig gezeichnete Personen stehen in einer Reihe

Die Brücke zur Wissenschaft

"Als Mitarbeiter des Technologie- und Förderzentrums stehen wir dem NAWAREUM als Fachexperten zur Seite. Das bedeutet, dass wir bei wissenschaftlichen oder technischen Detailfragen unterstützen und versuchen unser Wissen in die Dauerausstellung miteinzubringen. Wir waren von Anfang an in das spannende Projekt involviert und
freuen uns das Bindeglied zwischen Wissenschaft und NAWAREUM sein zu dürfen."

– Christina Renner, Dr. Klaus Thuneke, Mitarbeitende am TFZ
Im NAWAREUM möchten wir aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse präsentieren.
Was hilft da mehr als mit wirklichen Fachexperten*innen zusammen zu arbeiten? In Straubing haben wir das Glück, dass uns mit dem Technologie- und Förderzentrum, TUM Campus Straubing, C.A.R.M.E.N. e.V. oder dem Fraunhofer-Institut eine Vielzahl an kompetenten Partner zur Seite stehen. Egal ob Windkraft, Wasserkraft oder Biokraftstoffe, es gibt immer Fachleute, die Antworten auf unsere Fragen haben. Von Anfang an haben wir uns mit ihnen vernetzt, Anregungen gesammelt und Ideen diskutiert.
Ein Beispiel für diese Zusammenarbeit sind die ausgewählten Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen, die wir in unserer Dauerausstellung präsentieren. Gemeinsam mit den Expert*innen haben wir aktuelle Highlights aus Wissenschaft und Forschung in diesem Bereich gesammelt und aufbereitet. Darunter sind z.B. Muschelkleber oder Spinnenseide, die unter anderem in der Medizin verwendet werden können – klingt erst einmal seltsam, ist aber faszinierend!
Hier zeigt sich auch die Stärke der Kooperation: Die Expert*innen sind immer nah dran am Puls der Wissenschaft und liefern wichtigen Input. Mit unserer Expertise in der Museumskonzeption ‚übersetzen‘ wir ihren Input dann und bereiten ihn für alle verständlich auf. Am Ende wird daraus eine Ausstellung, die zugleich anschaulich und wissenschaftlich fundiert ist.

Die Zahl Zehn Mal neun gezeichnete Kinder

Nur wer Neues ausprobiert, scheitert spielend

"Als gesamtverantwortliche Leiterin des NAWAREUM habe ich eine Fülle an unterschiedlichsten Aufgaben zu erledigen. Das reicht von strategischen Aufgaben, wie der Definition unserer langfristigen Ziele, bis hin zur Repräsentation des NAWAREUM in der Öffentlichkeit. Das dabei nicht immer alle glatt läuft, ist klar. Aber genau das macht mir Spaß: der Umgang mit Veränderungen, gemeinsam mit meinem Team Neues ausprobieren und daran wachsen. Letztlich geht es uns ja auch im NAWAREUM darum, Mut zu machen. Mut, Neues zu wagen und Veränderungen gemeinsam voranzutreiben."

– Dr. Barbara Neff, Direktorin
An einem Großprojekt wie dem NAWAREUM arbeitet eine ganze Reihe von Experten.
Dieses Team zusammenzuhalten und auf ein gemeinsames Ziel einzuschwören, ist Aufgabe der Leitung. Doch neben der internen Organisation und der Projektbegleitung, ist es auch wichtig, die Bevölkerung, also unsere späteren Besucher*innen, mitzunehmen und für das NAWAREUM zu begeistern.
Ein solcher Austausch auf Augenhöhe war beispielsweise das Projekt „Müll-Wolke“: Im NAWAREUM wird später eine ganz aus Abfall bestehende Wolke, die von der Decke hängt, verbildlichen, wie viel Müll unsere Gesellschaft tagtäglich produziert. Doch woher diesen Müll nehmen? Dabei half uns Familie Stadler (vier Personen, zwei Katzen) aus Straubing, die Barbara Neff für ein ungewöhnliches Projekt begeistern konnte: Gemeinsam sammelte die Familie für ein halbes Jahr ihre gesamten Abfälle für unsere spätere Müll-Wolke. Herr und Frau Stadler sind quasi Expert*innen auf diesem Gebiet, beide arbeiten für die Zentrale Abfallwirtschaft in Straubing, weshalb Barbara Neff bewusst mit ihnen Kontakt aufgenommen hatte.
Ein Haufen Müll war nun also vorhanden, aber damit ging die Arbeit für unserer Direktorin erst richtig los: Man kann sich lebhaft vorstellen, wie lange es dauert Ministerien und Experten von einer hängenden Müll-Wolke zu überzeugen, vom Brandschutz-Verantwortlichen einmal ganz abgesehen. Aufgaben, wie diese brauchen neben Überblick und Koordination vor allem einen langen Atem, denn nicht alles läuft sofort wie geplant. Doch für Barbara Neff steht fest: Nur wer Neues ausprobiert, scheitert spielend. Nicht gelingen gehört da einfach dazu und ist kein Versagen, nur Aufgeben darf man nicht. Und unsere Müll-Wolke? Die ist bereits fest in das NAWAREUM eingeplant und der Brandschutz ist mittlerweile begeistert von der Idee. Wer hätte das zu Beginn für möglich gehalten?

Die Zahl vier Mal zwölf gezeichnete und gestapelte Zeitungen.

Unterstützung, wo sie gebraucht wird

"Wir alle haben zu ganz unterschiedlichen Zeitpunkten mit unserer Arbeit am NAWAREUM angefangen und das Projekt in unterschiedlichen Phasen begleitet. Jede Phase war von ganz eigenen Herausforderungen geprägt, aber eines ist dabei immer gleich gewesen: Wir haben uns als vollwertige Teammitglieder gefühlt und das NAWAREUM-Team, wo es ging, unterstützt. Und auch wir wurden unterstützt, wenn es mal nicht weiterging - da hat das Arbeiten auch in stressigen Zeiten Spaß gemacht!"

– Josef Eiglsperger, Leonie Freilinger, Felix Haigermoser, Jan Köplin, Lukas Maier, Kathrin Riedmayr, Alexandra Rust & Barbara Schaufelberger, Wissenschaftliche Hilfskräfte
Als Wissenschaftliche Hilfskraft arbeitet man meist neben seinem Studium am NAWAREUM und das auch nur für eine begrenzte Zeit. Das bedeutet aber bei Weitem nicht, dass man hier als ‚HiWi‘ nicht ernst genommen wird. Ganz im Gegenteil! Alle wissenschaftliche Hilfskräfte werden von Anfang an in die Projekte mit einbezogen und erhalten, wo es geht, eigene Unterprojekte. Diese Verantwortung ist natürlich auch oft eine Herausforderung. Gerade, wenn man erst kurz dabei ist, muss man sich erst einen Überblick verschaffen und sich in den Strukturen zurechtfinden. Das benötigt zunächst einmal etwas Zeit, trotzdem ist die Arbeit wichtig für das NAWAREUM: Denn oftmals blicken die wissenschaftlichen Hilfskräfte noch mit einer anderen Perspektive auf das Projekt, haben eigene Ideen oder bringen Anregungen aus ihrem Studium mit ein. 2019 haben uns unsere wissenschaftlichen Hilfskräfte vor allem bei der Konzeption der Dauerausstellung und in der Zusammenarbeit mit Agenturen unterstützt und sind dabei Teil unseres Teams geworden. Umso trauriger war es da, wenn wir dann wieder Abschied von ihnen nehmen mussten. Doch spätestens bei der Eröffnung im Sommer 2021 hoffen wir, alle wiederzusehen.

Zehn Mal vier gezeichnete Personen mit großen Briefumschlägen in der Hand.

Arbeit im Hintergrund, ohne die nichts läuft

"Dass die Besucher *innen bereits beim Betreten des NAWAREUM mit der Museumsverwaltung konfrontiert sind, ist ihnen wahrscheinlich nicht klar. Aber die interessanteste Dauerausstellung ist nichts wert, wenn das Licht nicht geht, das Kassensystem streikt oder das Drehkreuz einen nicht durchlässt. Damit all das nicht passiert, erarbeite ich im Hintergrund unsere Strukturen und Arbeitsabläufe, wie zum Beispiel unsere IT-Infrastruktur oder die künftige Personalstruktur des NAWAREUM. Die Besucher*innen sollen ihren Aufenthalt im NAWAREUM schließlich voll und ganz genießen können."

– Michaela Scherle, Museumsverwaltung
‚Was brauchen wir eigentlich alles, damit der Betrieb im NAWAREUM künftig reibungslos funktioniert?‘ Diese Frage stand bei der Arbeit der Museumsverwaltung im Jahr 2019 im Mittelpunkt. Dabei war es zugleich ein Privileg aber auch eine große Herausforderung ‚bei null‘ anfangen zu dürfen und alles selbst zu entwerfen.
Nehmen wir nur das IT-System im NAWAREUM als Beispiel: Für dieses musste eine Struktur entwickelt werden, die den gesamt Museumsbetrieb - von den Multimedia-Einheiten in der Ausstellung, über den Kassenbetrieb im Museumsshop, bis hin zu den PCs der Mitarbeiter*innen – zuverlässig abdeckt. Die Dimension dieses Projekts lässt erahnen, wie viel Überlegungen und Arbeit allein hinter einer funktionierenden Museums-IT stecken.
Und damit ist es bei weitem noch nicht getan! Bis zur Eröffnung gilt es zum Beispiel noch die künftige Personalstruktur im Museumsbetrieb und deren Arbeitsabläufe zu definieren, damit die Besucher*innen in Zukunft freundlich an der Kasse begrüßt werden und im Bistro entspannen können. Ziel ist es, den Museumsbetrieb in Zukunft so reibungslos zu gestalten, dass der/die Besucher*in gar nicht mitbekommt, wie viel Arbeit dafür eigentlich im Hintergrund nötig ist. Dazu gehört natürlich auch noch ein Museumsshop mit nachhaltigen Angeboten, aber das ist eine andere Geschichte...

gezeichnete Frau steht hinter Rednerpult.

Ausprobieren, ausprobieren, ausprobieren...

"In der Museumspädagogik ist es unser Ziel, unseren Besucher*innen Wissen zu vermitteln. Wir wollen die Besucher*innen für unsere Themen begeistern und sie einladen, Dinge gemeinsam mit uns auszuprobieren. Dabei sehen wir uns als Bindeglied zwischen den Besucher*innen und unserer Ausstellung. Denn jeder Mensch hat einen ganz eigenen Blickwinkel auf die Thematik der Nachhaltigkeit und bringt wertvolle Ideen mit – die besten Voraussetzungen für mutige Schritte in die Zukunft!"

– Annette Hartmann & Christina Stahl, Museumspädagogik
Um die Besucher*innen mit unserem Vermittlungsangebot wirklich zu erreichen, wird man wieder selbst zum Forschenden. Das Jahr 2019 stand für die Museumspädagogik deshalb unter dem Motto: Alles einmal ausprobieren!
Was eignet sich da besser als die Zusammenarbeit mit interessierten Kindern und Schüler*innen? Ein hilfreiches Mittel war dabei die Arbeit mit dem Museumskoffer. Dieser Koffer beinhaltet jede Menge Material für spannende und vor allem anschauliche Experimente rund um das Thema regenerative Energien und kann einfach an Schulen mitgenommen werden: Da wird zum Beispiel durch Kurbeln ein Kondensator für ein Rennauto aufgeladen, um dann ein Rennen auszutragen oder mit Solarenergie Strom für weitere Experimente zu erzeugen. Ganz vertieft in die Experimente und das Ausprobieren testen die Kinder den Inhalt des Museumskoffers bis an seine Grenze und darüber hinaus – da darf auch einmal was kaputt gehen. Quasi nebenbei geben die Kinder auch für die Museumspädagogik wichtiges Feedback zur Methodik: Was fasziniert sie besonders? Wo besteht noch Erklärungsbedarf? Was kann man daraus für die Kinderlinie in der Dauerausstellung ableiten? Bis zum Eröffnungstermin des NAWAREUM wird deshalb noch so manches Rennen ausgetragen werden, immer mit dem Ziel regenerative Energien auf spielerische Art und Weise für Kinder erfahrbar zu machen und dabei neue Vermittlungsmethoden für das NAWAREUM zu testen.

52 Mal 31,5 gezeichnete Tassen Kaffee

Das NAWAREUM an Mann und Frau bringen

"Ein Museum ohne Besucher*innen ist kein Museum. Ich möchte das NAWAREUM deshalb mit meiner Arbeit über Straubing hinaus bekannt machen. Die tolle Arbeit meiner Kolleg*innen und unsere aktuellen Themen sollen bei der Bevölkerung ankommen. Mein Ziel ist, dass die Menschen über unser Projekt sprechen, damit sie dann als Besucher*innen zu uns kommen und begeistert sind!"

– Claudia Halbritter, Marketing & Kommunikation
Das NAWAREUM soll in Zukunft einen gelungenen Gesamtauftritt bieten. Dazu gehört natürlich auch eine erfolgreiche Kommunikationsstrategie, damit möglichst viele Menschen von uns hören. Diese Strategie fällt aber nicht einfach vom Himmel, sie muss aufwändig erarbeitet und entwickelt werden. Denn wer kommunizieren möchte, muss sich erst einmal klar werden, worüber und auf welche Art und Weise. Dafür wurde unter der Leitung von Claudia Halbritter zunächst ein Leitbild entwickelt, das alle Werte und Eigenschaften bündelt, die uns am NAWAREUM wichtig sind. Ein Prozess, der viel Abstimmungsarbeit mit Agenturen und interne Besprechungen bedeutete, sich aber gelohnt hat. Er setzt den Grundstein für unsere zukünftigen Marketing- und Kommunikationsmaßnahmen. Im Kern des fertigen Leitbilds steht jetzt neben Eigenschaften wie „geerdet“ und „zukunftsweisend“ auch unser Leitspruch „Von Natur aus neugierig“. Dieser Anspruch soll sich auch in unserer Kommunikation nach außen widerspiegeln. Deshalb setzen wir künftig auf unkonventionell Methoden und Events. Diese sollen unsere Besucher*innen in den Fokus stellen, im Kopf bleiben und für Gesprächsstoff sorgen. Die genaue Umsetzung dieser Ideen gilt es noch zu entwickeln und auch professionelle Partner dafür müssen gefunden werden. Bis zur Eröffnung wird Claudia Halbritter deshalb auch weiterhin Kontakte knüpfen und neue Veranstaltungsformate testen. Denn wir wollen uns bei den Menschen Gehör verschaffen, für unser Haus, aber noch mehr für unsere Botschaft: Gemeinsam für eine nachhaltige Zukunft!
Den gesamten Jahresbericht können Sie hier herunterladen:

NAWAREUM - Jahresbericht 2019 zum Download pdf 3,8 MB