Miscanthus - Forschungsschwerpunkt am TFZ

Miscanthus
Am TFZ bestehen drei Langzeitversuche aus den Anlagejahren 1989 und 1990. Anhand der langjährigen Erfassung pflanzenbaulicher Parameter wie Wuchshöhe, Frisch- und Trockenmasseertrag, Nährstoffgehalte sowie Nmin-Gehalte im Boden wird die Anbaueignung verschiedener Miscanthus-Sorten und deren Stickstoffbedarf in unterschiedlichen Anbauregionen Bayerns abgeleitet.

Während die Sorten Miscanthus sinensis und Miscanthus sacchariflorus vorwiegend im Zierpflanzenbau, letztere auch für Reetdächer; Verwendung finden, ist der in der landwirtschaftlichen Produktion verbreitete Massetyp Miscanthus x giganteus vielseitig einsetzbar. Auf der stofflichen Seite kann er als Kunststoffersatz, Baumaterial, Ölbindemittel, Mulchmaterial oder als Tiereinstreu dienen. Bei der energetischen Verwertung überwiegt seine thermische Nutzung. Denn obwohl die Biomasse theoretisch als Biogassubstrat genutzt werden könnte (die Methanausbeute der oTM liegt etwa bei der Hälfte von Silomais), führt eine Sommerernte der grünen Biomasse zu Ertragsdepressionen, so dass nach bisherigem Kenntnisstand von dieser Nutzungsrichtung abgeraten werden muss.

Miscanthusbestände werden auch als Pufferzone zwischen landwirtschaftlichen Nutzflächen und Wald, wo Wildtiere Schutz finden, von Jägern genutzt.

Übersicht Miscanthus - Grafik