Seitenanfang : weiter zum Inhalt|
weiter zur Themennavigation|
Technologie- und Förderzentrum (TFZ)| StMELF:Link zur Startseite |
Wappen mit Link auf die Startseite des StMELF|
Kopfnavigation: weiter zur Position im Verzeichnisbaum|
Position im Verzeichnisbaum: weiter zum Inhalt|
StMELFTechnologie- und FörderzentrumRohstoffpflanzen
Inhalt: zurück zum Seitenanfang|

Sorghum

Sorghum

Sorghum

Das großkörnige Sorghum stammt von der Wildart Sorghum arundinaceum ab, dessen Domestikationsgebiet im nordöstlichen Teil Afrikas vermutet wird. Alle daraus abgeleiteten einjährigen Kulturformen werden unter der Art S. bicolor geführt, die weltweit in erster Linie zur Körnernutzung angebaut wird. Sorghumkörner gehören in vielen Regionen der Erde zu den Grundnahrungsmitteln. Sie sind darüber hinaus auch ein wertvolles Futtermittel, deren Futterwert mit 13,13 MJ ME nur knapp unter dem von Maiskörnern (14,08 MJ ME) liegt. Etwa 12 % des gesamten Aufkommens an Sorghumkörnern fließen gegenwärtig in die Produktion von Bioethanol. Der Fokus des Sorghumanbaus in Deutschland liegt allerdings auf seinem Einsatz als Substrat für Biogasanlagen, um hier den Mais sinnvoll zu ergänzen. Für diese Nutzungsrichtung sind die massewüchsigen Futtersorten von S. bicolor interessant, deren Trockenmasseertrag in günstigen Lagen Deutschlands 20 t/ha erreichen kann. Als C4-Pflanze kann Sorghum wie der Mais außerordentlich effizient hohe Strahlungsintensitäten in Photosyntheseleistung und damit in Biomasse umsetzen. Allerdings ist es deutlich kälteempfindlicher, dafür aber trockenheitstoleranter als der Mais.

Zwei weitere Arten der Gattung Sorghum mit Eignung als Biogassubstrat sind das Ergebnis einer Hybridisierung. So ist S. sudanense oder das echte Sudangras (Synonym: S. x drummondii) ein natürliches Kreuzungsprodukt von S. bicolor und S. arundinaceum. Die interspezifischen Zuchthybriden von S. bicolor und S. sudanense werden weltweit als Futterpflanzen zur Beweidung und zur Silage- oder Heubereitung geschätzt.
In unseren Breiten ohne Bedeutung sind die rhizombildenden Arten S. halepense (Johnsongras) und S. x almum (Columbusgras). S. halepense entstammt der Kreuzung von S. bicolor und S. propinquum, die vielerorts als Futterpflanze eingeführt wurde, verwildert allerdings weltweit zu den lästigsten, schwer bekämpfbaren Ungräsern gehört. S. x almum schließlich ist ein Kreuzungsprodukt zwischen S. bicolor und S. halepense und wird vorwiegend in Südamerika als Futterpflanze zur Beweidung genutzt.




Technologie- und Förderzentrum, TFZ
Schulgasse 18, 94315 Straubing
Tel.: 09421 300-210 • Fax: 09421 300-211