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Miscanthus
Chinaschilf stammt ursprünglich aus dem ostasiatischen Raum (China, Korea, Japan). Es ist ausdauernd (perennierend) und wird in der Gattung der Süßgräser (Poaceae) in die Unterfamilie der Bartgrasgewächse (Andropogonoideae) eingeordnet. Miscanthus gehört wie z. B. Mais oder Hirse zu den C4-Pflanzen und umfasst eine Vielzahl von Varietäten, welche vorwiegend als Ziergräser in Gärten Verwendung finden. 1935 führte der Däne Aksel Ohlsen einen Klon von Japan nach Dänemark ein, der wegen seines großen Massenwuchses als „Giganteus“ bezeichnet wurde. Dieser Klon ist eine Hybride aus einer diploiden Form von Miscanthus sinensis und einer tetraploiden Form von Miscanthus sacchariflorus und wird unter der Bezeichnung Miscanthus x giganteus geführt. Ende der 80er Jahre bis Anfang der 90er (1987-1991) wurden in Europa, vor allem in Deutschland und Dänemark, insgesamt ca. 200 ha mit M. x giganteus auf landwirtschaftlichen Flächen zur Energiegewinnung angepflanzt. Im gleichen Zeitraum wurden auch in Bayern an zehn verschiedenen Standorten Parzellenversuche von der Bayerischen Landesanstalt für Bodenkultur und Pflanzenbau (LBP), Freising und der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG), Veitshöchheim angebaut. Man geht von einer Lebensdauer eines Miscanthusbestandes von 10 - 15 Jahren aus. Etliche der Versuche wurden aus verschiedenen Gründen vor Erreichen dieser Lebensdauer vorzeitig gerodet.
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