Zulässige Brennstoffe und deren Einsatzbereich
Rechtliche Vorgaben zu Scheitholz

Nennwärmeleistung < 1 Megawatt
Gemäß 1.BImSchV, § 3, Absatz 1, dürfen im Leistungsbereich kleiner 1.000 Kilowatt ausschließlich solche Brennstoffe verbrannt werden, die dort explizit erwähnt sind (Regelbrennstoffe).

Ausgewählte Regelbrennstoffe

  • Nummer 4: naturbelassenes stückiges Holz einschließlich anhaftender Rinde, insbesondere in Form von Scheitholz und Hackschnitzeln sowie Reisig und Zapfen
  • Nummer 5a: Presslinge aus naturbelassenem Holz in Form von Holzbriketts nach DIN 51731, Ausgabe Oktober 1996, oder in Form von Holzpellets nach den brennstofftechnischen Anforderungen des DINplus- Zertifizierungsprogramms „Holzpellets zur Verwendung in Kleinfeuerstätten nach DIN 51731-HP 5“, Ausgabe August 2007, sowie andere Holzbriketts oder Holzpellets aus naturbelassenem Holz mit gleichwertiger Qualität.
  • Nummer 6: Gestrichenes, lackiertes oder beschichtetes Holz sowie daraus anfallende Reste, soweit keine Holzschutzmittel aufgetragen oder infolge einer Behandlung enthalten sind und Beschichtungen keine halogenorganischen Verbindungen oder Schwermetalle enthalten.
  • Nummer 7: Sperrholz, Spanplatten, Faserplatten oder sonst verleimtes Holz sowie daraus anfallende Reste, soweit keine Holzschutzmittel aufgetragen oder infolge einer Behandlung enthalten sind und Beschichtungen keine halogenorganischen Verbindungen oder Schwermetalle enthalten.
Scheitholzfeuerungen, in denen naturbelassenes stückiges Holz nach Nummer 4 und 5a verbrannt wird, können bis zu einer Leistung von 1.000 kW ohne emissionsschutzrechtliche Genehmigung errichtet werden.

Nicht naturbelassene Holzbrennstoffe nach Nummer 6 und 7 dürfen nur in Anlagen von 30 bis 1.000 kW eingesetzt werden, wenn es sich um Anlagen bei holzbe- und verarbeiteten Betrieben handelt. Andernfalls müssen diese Anlagen emissionsschutzrechtlich genehmigt werden. Bei Einsatz dieser Brennstoffe gelten auch spezielle Emissionsgrenzwerte.

Grafik Emissionsanforderungen Scheitholz 2012

Tabelle:
Emissionsgrenzwerte bei der Verfeuerung von naturbelassenen biogenen Festbrennstoffen in Kleinanlagen (ausgenommen Einzelfeuerungsanlagen). Emissionswerte bezogen auf Abgas im Normzustand (Nm³) bei 0° C und 1013 mbar (nach 1.BImSchV, novellierte Fassung, Inkrafttreten: 22.03.2010)

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