Durchschnittlicher Holzzuwachs in Bayern

Holzzuwach durch Nachpflanzungen im Wald

Der durchschnittliche Holzzuwachs in Bayern beträgt pro Jahr und Hektar etwa 12 Fm. Dies entspricht etwa 22 Rm (1 m Scheite, geschichtet) Scheitholz oder 29 m³ Hackschnitzel. Umgerechnet auf Gewichtsangaben entspricht dies etwa 8.600 kg lufttrockenem Hartholz (Laubholz) oder 5.700 kg lufttrockenem Weichholz (Nadelholz).

Mit diesem Holzzuwachs lassen sich bei Hartholzsortimenten etwa 3.600 Liter Heizöl und bei Weichholzsortimenten etwa 2.450 Liter Heizöl ersetzen.
Für Brennholz wird in der Regel jedoch nicht das gesamte Holzsortiment, sondern nur Schwachholz und Waldrestholz verwendet.
Bei jeder Durchforstung kann von einem durchschnittlichen flächenspezifischen Hackschnitzelaufkommen von rund 70 Schüttraummeter (SRm) pro Hektar ausgegangen werden. Bei einem Durchforstungszyklus von ca. 25 Jahren entspricht dies jährlich knapp 3 SRm Hackschnitzel oder 800 kg lufttrockenes Hartholz bzw. 550 kg lufttrockenes Weichholz. Dies entspricht dem Energieinhalt von 350 Litern Heizöl bei Hartholz bzw. 240 Litern Heizöl bei Weichholz.
Die aus Waldrestholz gewinnbare und auf das Jahr gerechnete Brennholzmenge liegt etwa bei 400 bis 800 kg/ha (lufttrocken), was wiederum dem Energieinhalt von ca. 170 bis 350 Litern Heizöl entspricht.

Zusammen mit dem Durchforstungsholz erreicht der jährliche Holzbrennstoffertrag aus dem Wald selten mehr als 1.500 kg/ha, sofern nicht minderwertige Industrieholzsortimente wie z. B. „Stangenholz“ (bis 14 cm Stammdurchmesser) ebenfalls zu Brennholz verarbeitet werden. Diese Brennstoffmenge entspricht in etwa dem Energieinhalt von 650 Litern Heizöl.

Holz aus Kurzumtriebsplantagen (Pappel, Weiden)

Durch den gezielten Anbau schnellwachsender Hölzer (Pappel, Weiden) lassen sich jährliche Massenerträge von 10 bis 15 t/ha lufttrockenes Material erzielen. Dabei werden die Pappeln oder Weiden im Zyklus von etwa 5 bis 6 Jahren geerntet. Mit diesen Erträgen können pro Jahr ca. 4.000 bis 6.500 Liter Heizöl ersetzt werden.