Klassifizierung holzartiger Biomasse

Die Einführung neuer Produkte und Verfahren ist häufig nicht zuletzt auf die erfolgreiche Einführung von Normen und Standards zurückzuführen. Sie erleichtern und beleben den Warenaustausch, indem die Produkte eindeutig gekennzeichnet bzw. geprüft werden können und eine einheitliche Sprachregelung festgelegt wird.

Mit Einführung der DIN EN 14961 mit dem Titel Feste Biobrennstoffe - Brennstoffspezifikationen und -klassen ist mit Teil 1, Allgemeine Anforderungen, im Jahr 2010 die erste europäische Norm für Festbrennstoffe in Kraft getreten. Darin werden die Brennstoffe nach Herkunft und Quelle unterschieden und sind in folgende Hauptgruppen eingeteilt:
  • Holzartige Biomasse
  • Halmgutartige Biomasse
  • Biomasse von Früchten
  • Definierte und undefinierte Mischungen
Im Jahr 2011 sind neben den allgemeinen Anforderungen an feste Biobrennstoffe nach Teil 1 auch spezielle Produktnormen (Anforderungsnormen) für unterschiedliche Holzbrennstoffe hinzugekommen. Diese sind:
  • DIN EN 14961, Teil 2: Holzpellets für nichtindustrielle Anwendungen
  • DIN EN 14961, Teil 3: Holzbriketts für nichtindustrielle Anwendungen
  • DIN EN 14961, Teil 4: Holzhackschnitzel für nichtindustrielle Anwendungen
  • DIN EN 14961, Teil 5: Stückholz für nichtindustrielle Anwendungen

Tabelle Holzartige Biomasse

Klassifizierungsschema für Holzbrennstoffe nach Herkunftsmerkmalen, mit Kennzeichnungsziffern (nach DIN EN 14961 Teil 1, z. T. gekürzt)