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Lagerung Hackgut



Erntefrisches Holz enthält 50 bis 60% Wasser. Die verletzten Holzzellen von Hackschnitzeln bieten Fäule- sowie Schimmelpilzen bei hohen Wassergehalten einen idealen Nährboden. Werden "frische" Hackschnitzel eingelagert kommt es infolge von Pilzwachstum und bakterieller Aktivität zu erheblichen jährlichen Substanzverlusten von etwa 20 - 35 % der Trockenmasse. Erst bei Wassergehalten unter 20 % findet praktisch kein Pilzwachstum mehr statt. Das Pilzwachstum ist jedoch nicht nur wegen der damit verbundenen Trockenmasseverluste sondern auch wegen der Gesundheitsgefährdung durch freigesetzte Pilzsporen von Bedeutung. Optimale Bedingungen finden die Pilze bei Wassergehalten zwischen 30 und 50 % und Temperaturen zwischen 20 und 35 °C.

Daher empfiehlt es sich, dass die Hackschnitzel, die in kleinen und mittleren Anlagen verbrannt werden sollen, vorgetrocknet werden. Allein die Vortrocknung des Holzes auf einem geeigneten Lagerplatz kann den Wassergehalt innerhalb einiger Monate schon auf 30 % senken. Für die Lagerung von Hackschnitzeln gelten folgende Empfehlungen:

  • Holz möglichst in ungehackter Form vorlagern bzw. vortrocknen
  • Die Lagerdauer der Schnitzel kurz halten (Anhaltswert: drei Monate)
  • Möglichst wenig Grünanteile (Nadeln oder Laub) einlagern
  • Den Anteil der Feinfraktion niedrig halten
  • Grobhackgut (ab 50 mm) trocknet besser; die Pilzentwicklung schreitet weniger schnell fort
  • Schnitzellager möglichst entfernt von Arbeits- und Wohnplätzen anlegen sowie die Hauptwindrichtung beachten
  • Keine Kleider, Nahrungs- oder Genussmittel in Räumen aufbewahren, in denen Hackschnitzel gelagert werden
  • Kesselräume und Lager möglichst sauber halten
  • Durch entsprechende räumliche Ordnung die Verwendung in der Reihenfolge der Einlagerung gewährleisten. Was zuerst eingelagert wurde, sollte zuerst verbraucht werden
  • Bei Außenlagerung die Haufen in Form von Spitzkegeln ausbilden, damit die Durchfeuchtung bei Regen möglichst gering bleibt
  • Bei Innenlagerung statt gleicher Schütthöhe die Dammform vorziehen
  • Die Lagerräume hoch und zugig gestalten, damit Kondensation über den Haufen verhindert wird
  • Bei Innenlagerung (Bunker) ein Abluftsystem vorsehen
  • Die Abluft aus der Lüftung kann direkt in den Brennraum geleitet werden, dabei werden die Sporen verbrannt
  • Kaltlufttrocknung, Kaltbelüftung und Lagerung in überdachten Draht- oder Holzgitterkästen erwiesen sich als günstig und sind zu empfehlen





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